Mitarbeiter der Firma Kiboko Leisure Wear und ihr Werdegang

Stand: 2009

Mike Kiseve, 36 Jahre, 13 Jahre (seit Gründung) bei Kiboko

Mike Kiseve Mike hat vor 13 Jahren als Bügler bei der Konfektionsfirma Kiboko angefangen. Nächste Station: Firmenbote. In dieser Zeit hat der den Führerschein gemacht, um auch Materiallieferungen und Kundenlieferungen mit dem Lieferwagen durchzuführen. Als nächstes hat er das Warenlager übernommen und in der Abendschule auf Firmenkosten den Umgang mit dem Computer erlernt. Seit einem Jahr ist Mike verantwortlich für das Personalwesen der Firma und Ansprechpartner für 130 Mitarbeiter.

Mike über Kiboko: „Ich bin der Firma dankbar, dass ich immer neue Aufgaben übernehmen durfte und mit der Firma gewachsen bin. Ich habe in der Zeit viel gelernt und eine große Verantwortung übernommen. Vom einfachen Bügler zum Personalverantwortlichen der Firma war ein langer Weg, der sich aber für beide Seiten gelohnt hat.“




Boniface Mutua, 30 Jahre, seit 9 Jahren bei Kiboko
Boniface Mutua Boniface hat vor neun Jahren als Zuschneider bei Kiboko angefangen. Im Laufe der Zeit wurden ihm Wartungsarbeiten an den Nähmaschinen und kleinere Reparaturen übertragen. Nach einem Elektrikerkurs ist Boniface auch zuständig für den Strom und den Generator.

Boniface über Kiboko: „Ich arbeite gerne mit meinen Kollegen, schon seit über 9 Jahren. Mir gefällt die Abwechslung aus Routine im Zuschnitt und die Verantwortung über die Maschinen. Ich weiß, dass nur gut gewartete Maschinen dauerhaft funktionieren. Deshalb ist meine Arbeit sehr wichtig“.

Über den Sozialfonds: „Ich bin seit Anfang an Mitglied bei Kibos und habe mir von einem Kredit ein kleines Haus im meinem Heimatort Mitaboni, Distrikt Machakos gebaut. Für mich ist Kibos der einzige Zugang zu Geld mit guten Konditionen. Bei einer Bank würde ich nicht so ein gutes Angebot bekommen.“



Fridah Mutie, 30 Jahre, seit 8 Jahren bei Kiboko

Fridah Mutie Fridah ist eine Erfolgsstory bei Kiboko. Angefangen hat sie vor 9 Jahren ohne Ausbildung als Fäden-Schneiderin. Dies ist die einfachste Tätigkeit bei Kiboko. In diesem Bereich werden am Ende des Produktionsprozesses die überschüssigen Fäden abgeschnitten. Als nächste Station wurde sie in der Produktion eingesetzt und lernte das Nähen. Als die Position der Rezeptionistin frei wurde, hat sie sich erfolgreich dafür beworben. Zur gleichen Zeit sponserte die Firma ihr den Collegebesuch, um Betriebswirtschaft zu lernen. Nach der Arbeit drückte sie also noch einmal die Schulbank, um die Grundlagen des Rechnungswesen zu lernen. Nach erfolgreichem Abschluss wechselte sie direkt ins Rechnungswesen der Firma und übernahm nach und nach wichtige Aufgaben: Manuelle Buchhaltung, Mandantenpflege mit der Rechnungswesen-Software. Heute arbeitet sie in selbstständigen Bereichen und schreibt zum Beispiel die Rechnungen und ist auch für den Versand der Waren zuständig.

Fridah über Kiboko: „Ich bin dankbar, dass die Firma mir viele Chance ermöglicht hat und ich viele neue Bereiche kennengelernt habe. Arbeit und Studium zusammen waren nicht einfach. Ich bin froh, dass ich diesen Wegen gegangen bin. Heute bin ich nicht nur tätig für Kiboko sondern auch für Kibos und stelle sicher, dass alle Einnahmen und Ausgaben richtig dokumentiert sind.“

Über den Sozialfonds: „Ich habe von Kibos einen Kredit bekommen und mir dafür ein Stück Land in meiner Heimat Ukambani gekauft. Hier kann meine Familie Gemüse und Mais anbauen und so einen Teil zum Unterhalt beisteuern. Mit Kibos habe ich meinen Traum erfüllt und mir endlich mein eigenes Land zu kaufen. Dies wird später einmal meine Altersvorsorge sein.“


Joshua Musieni, 32 Jahre, seit 9 Jahren bei Kiboko

Joshua Musieni Joshua hat als Bügler bei Kiboko angefangen. Hier hat er gelernt, wie man einfache T-Shirts schnell und ordentlich bügelt als auch Kollektionsware. Außerdem ist er flexibel einsetzbar und hilft in verschiedenen Bereichen der Firma aus, wenn mal jemand fehlt oder im Urlaub ist. Heute ist Joshua für die Qualitätskontrolle und Bügelei zuständig und passt auf, dass die Aufträge komplett ins Lager gehen. Manchmal müssen Waren nachgebessert oder gewaschen werden. Da muss man genau den Überblick behalten, dass nichts verloren geht.

Joshua über Kiboko: „Ich mag meine vielseitigen Aufgaben und komme mit allen gut klar. Für mich ist es angenehm hier zu arbeiten.“

Über den Sozialfonds: „Ich habe schon zweimal einen Kredit beantragt. Einmal musst ich nach einer schlimmen Unwettersaison das Dach meiner Familie ausbessern. Ohne Kibos hätte ich nicht gewusst, woher ich so schnell Geld bekommen sollte. Unser größtes Problem ist es, an Geld zu günstigen Konditionen zu kommen, wenn mal etwas Unerwartetes passiert. Mit meinem zweiten Kredit habe ich auch ein Stück Land gekauft, um in meine Zukunft zu investieren.“



Lesen Sie hier auch ein Interview mit Sabine Hüster, Direktorin von Kiboko Leisure Wear Ltd, Nairobi, Kenia

 

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